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Gurschdorf

Sudetenland > Sudeten-Schlesien

Q: Heimatbuch von Freiwaldau S. 9

Der heute tschechische Name von Gurschdorf ist Skorosice. Einen Überblick bekommen Sie, wenn Sie den neuen Ortsnamen anklicken.

Werfen Sie auch einen Blick auf den mit EU-Geldern restaurierten alten Friedhof. Mit einem Klick auf die kleinen Bilder lassen sich diese in Bildschirmgröße betrachten. Über die Pfeile om oberen Bildrand blättern Sie durch die Sammlung.

Gurschdorf, das Bischofsdorf

Die Aussetzung des Bischofsdorfes Gurschdorf erfolgte sehr wahrscheinlich zwischen 1184 und 1284 durch eine schriftliche Urkunde des Bischofs von Breslau, die leider nicht erhalten geblieben ist.

Der Vorgang bei der Gründung von Bischofsdörfern war jedoch zumeist der gleiche. Der Bischof, bzw. sein Beauftragter schloss mit einem Unternehmer, Lokator genannt, der sich zur Aussetzung eines neuen Dorfes bereit erklärte, den sogenannten Lokationsvertrag, in dem die Grenzen des neu anzulegenden Dorfes, seine Hubenza
hl, die Rechte und Pflichten sowie die Abgaben und Leistungen des Lokators und der Neusiedler schriftlich niedergelegt wurden.

Der Lokator warb nun möglichst in Nachbargebieten Siedler und verteilte die Hüben unter sie. Er selbst erhielt in der Regel drei Hüben als Eigentum, war von Abgaben und Frondiensten (Robot) befreit und trug als Amtsbezeichnung den Namen Scholze (Von Schultheiß — Schuldheis
cher = Schuld- oder Zinseinheber).

In Gurschdorf dürfte der Besitzer des Herrengutes mit der Aussetzung des Bischofsdorfes, also als Lokator, betraut worden sein, da er die besten Voraussetzungen hierfür besaß: sein Herrengut und das auf seinem Boden entstandene Hofdorf, den Tu
m, sowie in den Söhnen und Schwiegersöhnen der ihm untergebenen Gutsbauern und Häusler die besten Anwärter auf die ersten Hüben.

Die Besetzung sämtlicher Hüben dürfte nicht schlagartig erfolgt sein, sondern nach und nach im Laufe der Jahrzehnte durch Nachkommen der bereits vorhandenen Bevölkerung und nur zusätzlich durch Fremde.


Quelle: „Gurschdorf – Geschichte eines deutschen Dorfes im Altvaterland“; Autoren: Karl Dressel, Rudolf Kretschmer, Josef Dressel; 1969 – Seite 37

Seite in Arbeit, weiterer Text folgt in Kürze.
Eingesetzte Bilder sind Platzhalter, bis ein geeignetes BIld vorliegt
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