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Böhmen

Sudetenland > Geschichte

Die Deutschen im böhmischen Raum


555 Awaren
– ein asiatisches Reitervolk – verdrängt im Raum Böhmen und Mähren die keltischen und germanischen Stämme der Bojer, Markomannen und Quaden.

791 – 803 Karl der Große errichtet eine östliche Grenzmark, die Awarenmark, zum Schutz der Ost-Handelswege und der Reichsgrenzen. Dann schlägt er gemeinsam mit dem bulgarischen Khan Krum die Awaren vernichtend.

973 Heiliger Wolfgang gründet Bistum Prag.

999 Polen erobern Schlesien.

1004
Böhmen wird Reichsfürstentum und Mähren kommt zu Böhmen.

1187
Sobeslav II erlässt das Deutschen-Privileg: „Ihr sollt wissen, dass die Deutschen freie Leute sind“.

um 1200 Auf dem Gelände des Zisterzienser-Klosters in Sedletz (Cuthna Antiqua, gegründet 1142), später Kuttenberg, findet ein Mönch Silber, was einen Boom nach Edelmetallen auslöst. Böhmische Herrscher rufen daraufhin deutsche Bergleute, Handwerker, Kaufleute, Bauern ins Land. Gründung von Städten, Dörfern und Klöstern.

1241
Mongolen brennen Breslau nieder, belagern Liegnitz und ziehen ab, als sie die Nachricht vom Tod ihres Groß-Khans erreicht.

1278
Deutsch Brod (Smiluv-Brod) erhält das Iglauer Stadt- und Bergrecht. Einführung des Magdeburger Rechtes.

1322
Ludwig der Bayer verpfändet das Egerland Egrana.

1348
Kaiser Karl IV stiftet in Prag die erste Universität des Deutschen Reiches, sie trägt seinen Namen.

1356
Goldene Bulle. Sie ist eine Art Reichsverfassung, mit der legalisierte Karl IV. die Zersplitterung des Heiligen Römischen Reiches.

1393
Wenzel IV lässt Johann Nepomuk foltern und in der Moldau ertränken, weil er sich der Unterdrückung von Kirche und Klerus durch den König widersetzte. Sein Standbild steht heute noch auf der Karls-Brücke in Prag

1398
Jan Hus greift die Lehren von Wycliff (1330-1384) zur Verweltlichung der Kirche auf und weckt eine Neid-Kultur zwischen König, Kirche, Adel, Bürgerschaft und Bauern.

1415
Jan Hus (1370-1415) schwört auf dem Konzil in Konstanz seinen Thesen nicht ab. Urteil der Kirche: Verbrennen auf dem Scheiterhaufen. Zum Märtyrer und Nationalhelden hochstilisiert.

1420-1436
Anhänger von Hus spalten sich in Calixter und Taboristen. Hussitenkriege, Taboristen unter Jan Zizka morden und verwüsten ganze Landstriche bis zur Ostsee und vor die Tore von Wien.

1526
Ferdinand von Habsburg übernimmt die Macht. Bis 1918 Verbindung der Böhmischen Länder mit Österreich.

1743
Maria Theresia in Prag gekrönt. 1792 Kaiser Franz II Deutscher Kaiser. 1804 Österreichischer Kaiser.

1815
Die böhmischen Länder gehören dem Deutschen Bund an. Weltgeltung der böhmischen Bäder: Karlsbad, Marienbad, Franzensbad.

1848 Slawen-Kongress in Prag wirft erstmals den Gedanken auf, Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien zu „entgermanisieren“. Panslawismus wird ins Leben gerufen (Jan Palaky).

1890
Böhmischer Ausgleich scheitert an nationalistischen Tschechen. Mährischer Ausgleich gelingt 1905.

1910
Masaryk und Benesch untergraben die Monarchie von der Schweiz aus.

1918 28.10. Einseitige Proklamation der Tschechoslowakischen Republik. Benesch täuscht in Versailles mit gefälschten Landkarten die versammelten Siegermächte.

1918 29.11
. Besetzung der Sudetendeutschen Gebiete durch tschechisches Militär. Unterdrückung der Deutschen mit dem Ziel der Entgermanisierung.

1919 04.03.
Tschechisches Militär schießt auf Deutsche, die friedlich für ihre Rechte demonstrieren. 54 Tote, darunter Frauen und Kinder. Repressalien gegen Deutsche. Hohe Arbeitslosigkeit.

1938 Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland unterzeichnen das Münchner Abkommen, die CSR stimmt zu, aber Benesch unterschreibt nicht, tritt stattdessen zurück und geht ins Exil nach London. Das Sudetenland wird Teil des Deutschen Reiches.

1942
Lidice: Heydrich erreicht Annäherung zur tschechischen Arbeiterschaft, was Mr. Churchill missfällt. Englische Flugzeuge setzen tschechische Partisanen bei Prag ab, die Heydrich ermorden, nach Lidice flüchten, sich aber nicht stellen, was zu einem Massaker führt.

1943
Benesch beschließt in London die totale Enteignung und die Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat.

1945 Blutiger Terror gegen Deutsche. Wilde Vertreibungder Sudetendeutschen, ca. 250. 000 Tote. Massaker von Prag (ca. 40.000 Deutsche) und Aussig (ca. 2400 – 2700; 790 dokumentiert), Brünner Todesmarsch (ca. 25.000, dabei kamen ca. 5.000 zu Tode).

1946
Über 3,5 Millionen Sudetendeutsche werden aus der Heimat in das zerstörte Rest-Deutschland vertrieben.

1947
Sudetendeutsche Landsmannschaft München, Ackermann-Gemeinde. Seliger-Gemeinde, Wittiko-Bund gegründet.

1950
Charta der Vertriebenen. Verzicht auf Rache und Vergeltung. Sie sollte ein Zeichen sein, den Weg zur Korrektur des Unrechts vorzubereiten. Grundgesetz der SL verkündet. Obhutserklärung der Bundesrepublik Deutschland.

1954 28.01.
Schirmherrschaft Bayerns über die Sudetendeutschen. Sie werden vierter Volksstamm Bayerns.

1989
Die Grenzen fallen, auch die CSSR wird frei. Hoffnung auf Ausgleich erfüllt sich nicht. Statt dessen Versteigerung des geraubten Eigentums der vertriebenen Sudetendeutschen. Vollendete Tatsachen werden geschaffen.

1992
Deutsch – Tschechoslowakischer Vertrag wird von Bayern nicht ratifiziert. Genscher-Dienstbier - fragwürdige Vereinbarung.

1993 Ende der Tschechoslowakei. Tschechen und Slowaken trennen sich. Gefahr von Kommunisten und Nationalisten.

1995
Noch immer verweigern Tschechen direkte Gespräche mit den Sudetendeutschen. Ministerpräsident Stoiber bietet Vermittlung ohne Vorbedingungen an – erfolglos.

1997
Deutsch-Tschechisches Abkommen, Bundeskanzler Helmut Kohl hängt den 21 sudetendeutsch- stämmigen Abgeordneten im Bundestag einen Maulkorb um.

2003 EU-Aufnahmebedingungen werden mit Förderung des EU-Kommissars Verheugen von 100% auf 70% Zustimmung herabgesetzt.

2004 1.5.
Aufnahme in die EU, trotz 15 bis 18 weiterhin gültigen Benesch-Dekreten. „Die Benesch-Dekrete sind ein Thema von gestern. Im Europa von heute haben sie keine Bedeutung mehr.“ so die Meinung von Herrn Verheugen.

2009 Tschechen unterzeichnen als letzte den Vertrag von Lissabonn, wobei sie die weitere Gültigkeit der Benesch-Dekrete den anderen EU-Staaten abtrotzen.



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